logisches denken vor!

•23. Oktober 2007 • Kommentar schreiben


Heute Glarus – Morgen die Schweiz

•14. Mai 2007 • Kommentar schreiben

Mein Text für das Mitgliederheftli der SP-Schweiz „links.ch“:

Zwei Jahre lang setzte sich die JUSO Glarnerland für die Einführung des Stimmrechtsalters 16 ein. An der Glarner Landsgemeinde vom 6. Mai durfte dann gefeiert werden: Das Volk stimmte dem JUSO-Antrag knapp zu.

Es giesst wie aus Kübeln als wir uns am Landsgemeinde-Sonntag in Glarus am Bahnhof mit JUSOs aus anderen Sektionen treffen. Kurz darauf im Landsgemeinde-Ring, der Urdemokratischen Glarner Legislative, wo man „raten, mindern, mehren und wählen“ darf, will niemand Diskutieren. „Ds Wort isch frii“, sagt der Landammann, und sechsmal sagt er darauf „ds Wort wird nüd verlangt“. Dann steht das Traktandum sieben an, das Stimmrecht 16. Doch der Reihe nach:

Im Frühling 2005 reicht die JUSO Glarnerland ihren Antrag ein. Die Kantonsverfassung soll geändert werden, 16-jährigen soll das Stimmrecht gewährt werden. Die Regierung unterstützt das Vorhaben überraschend. Sie möchte jedoch nur das aktive Stimmrecht, also abstimmen und wählen aber nicht gewählt werden. Die JUSO schliesst sich nach intensiven Diskussionen dieser Haltung an, das Mündigkeitsalter 18 soll auf keinen Fall in Frage gestellt werden. Trotzdem lehnt der Kantonsrat die angepasste Variante deutlich ab. Die SVP, FDP, CVP und ihre Jungparteien schlagen sich auf die Seite der Gegner. Links gibt es Unterstützung und auch einige Bekannte Bürgerliche stellen sich hinter die Idee.

Im politischen Alleingang, aber mit vielen Jungen auf unserer Seite, führen wir eine intensive Kampagne. Wir organisieren ein Komitee mit 250 Unterstützern, verteilen Flyer und Buttons und kleben Plakate. Trotzdem rechnet kaum jemand mit einem Sieg.

Wir stehen im Ring in der Nähe der Rednerbühne. Fünf RednerInnen haben wir im Vorfeld eingeplant, darunter drei JUSOs. Zuerst spricht ein erzürnter Gegner: Die Jugend schlage am ersten Mai nur alles kurz und klein, nehme Drogen und sei sowieso unanständig. Köpfe drehen sich zu uns und schauen uns mitleidig an. Doch dann spricht unser erster Redner, und andere Folgen. Sie beschwören die Demokratie, verweisen auf „learning-by-doing“ und erzählen aus den komplizierten Lebensumständen heutiger Jugendlicher. Ein SVP Kantonsrat unterstützt uns indem er betont, nur weil die gute Idee diesmal von der JUSO gekommen sei, sollte man nicht dagegen sein. Zum Abschluss steht Donato, unser Co-Präsident, gerade erst 18 geworden, breitbeinig und mit Beret auf der Bühne und fordert: „Durchbräched mir die höchä Bärgä voder Stuurheit“. „Wie ein Junger Che Guevara“, frotzeln einige, während andere sich über das Feuer in seiner Rede freuen. Die Voten der Gegner rangieren eher unter peinlich. Erstaunt müssen wir feststellen, dass die Bürgerlichen Parteien keine Redner losschicken um ihre Nein-Parolen zu vertreten. Gibt es keine Argumente oder wollen sie der Diskussion ausweichen? Wohl beides.

Als es zur Abstimmung kommt, stehen wir zitternd vor Kälte und Anspannung im Regen. Genossin Micheline, heute Ehrengast, schaut von der anderen Seite der Tribüne besonders Milde. Und dann, nach dreimaligem „Ausmehren“ heisst es: „Ds zweit isch ds gröösärä Mehr, sie händ am Aatrag voder JUSO Glarnerland zuägstummä“. Wir liegen uns in den Armen und klopfen uns die Schultern wund. In der Mitte des Ringes lachen die zuschauenden Jugendlichen in die Kameras und freuen sich über ihre neuen Rechte.

Danach feiern wir im Jugendhaus. „Wow, man kann also tatsächlich etwas verändern, machen wir Morgen gleich weiter?“, sagt ein junger Genosse. Kurz darauf schickt der Mediensprecher der JUSO Schweiz seine Pressmitteilung ab: „Heute Glarus – Morgen die Schweiz“ titelt er. Ja, warum eigentlich nicht?

www.juso.ch/glarus

www.stimmrecht16.ch

ja! gschafft! stimmrecht 16

•6. Mai 2007 • Kommentar schreiben

UNGLAUBLICH….ich habs zwar ständig gesagt, aber wirklich dran geglaubt…hmm…weniger… aber, es ist wahr geworden:

stimmrechtsalter 16 im kanton glarus von der landsgemeinde angenommen!

knapp zwar, aber sieg ist sieg und die sache hats echt verdient. das ist motivation für die juso, und wie. wiedereinmal good news aus der juso/sp ecke! dazu kommt, das unsere gegner sämtliche bürgerlichen parteien, svp, fdp, cvp, jungfreisinnige und junge svp waren. hui. krass. und ja, wir habens dann natürlich auch in die tagesschau geschafft…..jetzt wirds wohl auch für die bündner und berner gut kommen, die schweiz folgt dann…..heute glarus – morgen die schweiz

schaust du hier (nur eine kleine auswahl, habe bis jetzt keine schweizer medien gefunden dies nicht bringen….):

  • tagesschau: http://www.sf.tv/var/videoplayer.php?videourl=http%3A%2F%2Freal.xobix.ch%2Framgen%2Fsfdrs%2Fts%2F2007%2FTS_06052007.rm%3Fstart%3D0%3A09%3A05.475%26amp%3Bend%3D0%3A11%3A15.5
  • nzz: http://l023sys0.nzz.ch/2007/05/06/il/newzzF1DBT1QU-12.html
  • http://www.nzz.ch/2007/05/06/il/newzzF1DL53FL-12.html
  • tagi: http://www.tagi.ch/dyn/news/schweiz/748558.html

und das schreibt die juso (schweiz und wir…)

  • http://www.juso.ch/index.php?page=press_releases&id=435
  • http://www.juso.ch/glarus/zeitungsberichte/stimmrecht16_060507.htm

und morgen oder so mehr…

•1. Mai 2007 • Kommentar schreiben

w-is-for-wealth-jared-hindman.jpg

alles neu macht der 1. mai

•1. Mai 2007 • Kommentar schreiben

schön wärs…. heute in zürich, nächstes jahr, ich versprechs, stellen wir endlich mal hier was auf die beine. und seis nur damit die porzelei mal ein bisschen die strasse absperren darf. nein, natürlich hätte das dann tiefere gründe. die würden wir dann aufzählen. aber am ersten mai laufen anscheinend auch sachen die so ziemlich zum kotzen sind. zum beispiel das hier:

Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert:
Art. 72 Abs. 3 (neu)
3 Der Bau von Minaretten ist verboten.

einfach so. das ist der ganze text der neusten „initative“ der svp. wie kommt man auf so eine schnapsidee…..pfui, ehrlich, sowas wiedert mich an. das ist einfach nur drecksrassistisch, egal was die rassismusdefinition ist. ich glaube ich baue auf dem dach unseres hauses ein minarett, einfach so, aus protest. uhh das wär geil.

monthly sampler: januar 06 – another round and round

•24. Februar 2006 • Kommentar schreiben

vorbemerkung: ja hier fehlen einige monate. mir fehlen sie nicht. es gibt auch listen. frag halt.

1. coheed and cambria – keeping the blade
2. the decemberists – leslie anne levine
3. steve earle – copperhead road
4. wohlstandskinder – du, ich und wir zwei
5. ost serenity – serenity
6. ost serenity – going for a ride
7. weezer – only in dreams
8. smoke city – underwater love
9. fountains of wayne – bought for a song
10. the clash – death or glory
11. jack johnson – sitting, waiting, wishing
12. oasis – d’you know what i mean
13. terrorgruppe – nazis im haus
14. züri west – toucher
15. die aeronauten – niemend kommt hier raus

totes blog

•24. Februar 2006 • Kommentar schreiben

hab ichs nicht immer gesagt? ich halt das nicht durch….tja, rechtgehabt (immer). dieses kleine aufflammen einer fernen erinnerung bestätigt dies nur noch. ich grüsse alle hängematten. blogs sind für mädchen.
p.s. das blog ist kaputt, die schrift im arsch. nicht mehr änderbar. das blog kommt nach seinem herrchen.

zurück ins gleis

•14. August 2005 • Kommentar schreiben

ja, ich bin wider zurück, zurück aus dem geistigen urlaub und auch dem reellen, ich glaub ich habe akzeptiert das er jetzt vorbei ist. naja, eigentlich muss ich ja nur arbeiten gehen, und keine schulverantwortung/stress und so, ich denke das wird ganz gut (tun).

übrigens:
rassist.jpg

steamboy (2003)

•28. Juni 2005 • Kommentar schreiben

kleiner junge ganz gross. anitmationsfilm, steampunk ist das genre. natürlich das viktorianische zeitalter. wow. dieser film ist einfach unglaublich kreativ, und vielleicht das beste was ich an gezeichnetem film bisher je gesehen habe. tolle kameraperspektiven, storytelling at its best. dieser film ist echt ein meisterwerk. eine begeisternden fantastische welt, ich hoffe sehnsüchtig auf eine fortsetzung…

prädikat: 5+ von 5 steamballs

steamboy_flyer1.jpg

menschenquäler

•27. Juni 2005 • Kommentar schreiben

wie kann man nur so mit menschen umgehen, verdammt was soll der scheiss, wenn die leute von 10.- im tag leben müssen und immer noch nicht gehen wollen, haben sie vielleicht wirklich einen grund hierzubleiben? hat sich das mal jemand gefragt?

Tages-Anzeiger vom 27.06.2005
Zürich vergrault Asylbewerber

asyl
 

Der Kanton Zürich verschärft seine Praxis, um Asylbewerber mit Nichteintretensentscheid zu vergraulen. Nach jeder Woche werden die Betroffenen aus der Notunterkunft gewiesen.
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